Schü­ler­aus­tausch Plochin­gen-Tou­lou­se 13.–23. März 2018

Auf­ge­reg­te Schüler*innen machen sich mit ihren Fran­zö­sisch­leh­re­rin­nen, Frau Spring­all und Frau Gra­ni­er, vom Flug­ha­fen Stutt­gart-Ech­ter­din­gen über Ams­ter­dam auf den Weg nach Tou­lou­se. Stra­ßen­bahn und Metro brin­gen sie zum Emp­fang durch ihre Gast­fa­mi­li­en in die abend­lich lär­men­de Innen­stadt.

Zehn Tage Fami­li­en­le­ben, in die Schu­le gehen, Besich­ti­gun­gen und Aus­flü­ge lie­gen vor ihnen – und dies alles in Süd­frank­reich!

Madame Minh, die Deutsch­leh­re­rin an der Part­ner­schu­le, dem Col­lège Miche­let-Anne­xe, ange­schlos­sen ans Musik­kon­ser­va­to­ri­um, inte­griert die deut­schen Schüler*innen in vier ver­schie­de­ne Grup­pen (Jaco­bins / Garon­ne / Saint-Ser­nin / Capi­to­le) in den täg­li­chen Unter­richt der ver­schie­de­nen Klas­sen. Das Schul­le­ben gestal­tet sich geord­net, dis­zi­pli­niert und in fami­li­är freund­li­cher Atmo­sphä­re. Kon­tak­te zu ande­ren fran­zö­si­schen Schüler*innen als den Austauschpartner*innen wer­den schnell geknüpft.

Bei einem klei­nen Umtrunk mit Süßig­kei­ten heißt der Rek­tor, Mon­sieur Vigou­roux, alle herz­lich will­kom­men und betont die Wich­tig­keit eines sol­chen Schü­ler­aus­tau­sches auf per­sön­li­cher Ebe­ne. Dies gilt ins­be­son­de­re auch ange­sichts eines ver­ein­ten Euro­pas, das gera­de vie­le Pro­ble­me zu bewäl­ti­gen hat.

Ein Tages­aus­flug mit dem Zug führt zu der wun­der­schö­nen auf einem Fels­vor­sprung am Ran­de des Tarn lie­gen­den Stadt Albi. Das Bischofs­vier­tel (Welt­kul­tur­er­be der UNESCO) und die monu­men­ta­le aus Back­stei­nen erbau­te spät­go­ti­sche Kathe­dra­le Sain­te-Céci­le beein­dru­cken genau­so wie die male­ri­schen mit­tel­al­ter­li­chen Gas­sen mit ihren alten Renais­sance­häu­sern aus Back­stein mit Fach­werk. Kurz vor der Rück­fahrt zie­hen Musik, Gesang, Pfif­fe, Fah­nen, Trans­pa­ren­te und Sprech­chö­re die Auf­merk­sam­keit aller auf sich. Es ist ein end­los erschei­nen­der Demons­tra­ti­ons­zug von Rentner*innen, die laut­stark gegen die Ren­ten­po­li­tik demons­trie­ren. Der Aus­flug endet mit 2,5 Stun­den Ver­spä­tung — nach 13 Stun­den! Ein defek­ter Zug ver­wehrt die Wei­ter­fahrt.

Eine gelun­ge­ne Mischung aus Infor­ma­ti­on und Selbst­er­kun­dung der Groß­stadt Tou­lou­se beschäf­tigt die Schüler*innen an vier Tagen: die fran­zö­si­schen Austauschpartner*innen ver­an­stal­ten eine deut­sche Füh­rung zu den wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten, eine Ral­lye durch Tou­lou­se in Grup­pen (immer zwei deut­sche und zwei fran­zö­si­sche Schüler*innen), Besuch eines Stra­ßen­mark­tes und einer Markt­hal­le mit aus­zu­fül­len­dem Fra­ge­bo­gen, Besich­ti­gung der Média­thèque und des Was­ser­kraft­werks (Espace de Baza­cle) am 4m-hohen Wehr der Garon­ne samt Fisch­trep­pe.

Den Abschluss der 10 Tage bil­det ein Aus­flug mit dem Bus gemein­sam mit den fran­zö­si­schen Austauschpartner*innen. Das Ziel ist das Depar­te­ment Ariège am Fuße der ver­schnei­ten Pyre­nä­en. Dort steht zuerst die Besich­ti­gung der prä­his­to­ri­schen Tun­nel­höh­le Grot­te Mas d’Azil auf dem Pro­gramm, in der Wand­ma­le­rei­en, mit roter Far­be bemal­te Kie­sel­stei­ne, die Venus von Mas d’Azil und diver­se Jagd­waf­fen gefun­den wur­den. Gut sicht­bar sind die Gale­ri­en, auf denen sich prä­his­to­ri­sche Men­schen ansie­del­ten. Das Pick­nick zur Mit­tags­zeit fin­det bei strah­len­dem Son­nen­schein am idyl­li­schen Ufer des Flus­ses Ari­ze statt, der die Höh­le teilt. Der Nach­mit­tag ist einem der schöns­ten Dör­fer Frank­reichs, St Lizier, gewid­met. Eine alte Apo­the­ke aus dem 18. Jahr­hun­dert ruft Stau­nen her­vor. Die Alt­stadt (Cité) besteht aus einem roma­ni­schen Dom sowie einem aus dem 5. Jahr­hun­dert stam­men­den Bischofs­pa­last mit fan­tas­ti­schem Pan­ora­ma.

Die­ses hoch inter­es­san­te Pro­gramm wur­de am Wochen­en­de durch diver­se, indi­vi­du­ell gestal­te­te Aus­flü­ge und Kon­zert­be­su­che mit den Gast­fa­mi­li­en ergänzt.

Ein sehr erfolg­rei­cher Aus­tausch!

Die Märk­te in Tou­lou­se:

Tou­lou­se-Besich­ti­gung:

Aus­flug nach Albi:

 

Am Fuße der Pyre­nä­en: