Ein Pla­net und sein Stern

Die Inter­na­tio­na­le Astro­no­mi­sche Uni­on (kurz: IAU) fei­ert in die­sem Jahr ihr hun­dert­jäh­ri­ges Bestehen. Unter dem Mot­to „100 Jah­re unter einem Him­mel“ erhal­ten alle Mit­glieds­staa­ten einen Exo­pla­ne­ten und einen Stern, um den der Pla­net kreist, zuge­wie­sen. Zu den Mit­glieds­staa­ten gehört auch Deutsch­land. Übli­cher­wei­se fin­det sich in den Namen neu ent­deck­ter Ster­ne ihre „Adres­se“ wie­der. So heißt der Stern, der Deutsch­land zuge­wie­sen wur­de, „HD 32518“ und der dazu­ge­hö­ri­ge Pla­net „HD 32518b“.
Doch war­um „ver­schenkt“ die IAU Exo­pla­ne­ten und Ster­ne? Ganz ein­fach: Die Mit­glieds­staa­ten haben nun das Pri­vi­leg die­se zu benen­nen! Hier­für ver­an­stal­tet Deutsch­land einen Wett­be­werb, an dem alle Kin­der­gär­ten, Schu­len und ent­spre­chen­de Ver­ei­ni­gun­gen teil­neh­men dür­fen – und die Klas­se 7d, der Real­schu­le Plochin­gen, macht mit!

Doch die Hür­de ist groß, schließ­lich gel­ten stren­ge Regeln: Der Name des Pla­ne­ten und des Sterns soll­ten einen direk­ten Bezug zuein­an­der haben und zusätz­lich bedarf es einer Begrün­dung der ein­ge­reich­ten Vor­schlä­ge. Hin­zu kommt eine lan­ge Lis­te, die auf­zeigt, wel­che Namens­vor­schlä­ge nicht erlaubt sind (z.B. auf­grund von Copy­right-Beschrän­kun­gen).
Beglei­tet von ihrem Phy­sik­leh­rer Herr Ilen­ze­er, arbei­te­ten die Nach­wuchs­phy­si­ker der Klas­se 7d über zwei Wochen an die­sem klei­nen Pro­jekt. Dabei wur­den vie­le span­nen­de und krea­ti­ve Vor­schlä­ge her­aus­ge­ar­bei­tet. Schluss­end­lich ent­schie­den sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler für einen gemein­sa­men Vor­schlag und reich­ten die­sen ein. Der Stern soll den Namen „Lacu­na“ und der Pla­net den Namen „Pla­te­vo­et“ bekom­men!

Die Abstim­mung erfolgt öffent­lich und elek­tro­nisch über ein For­mu­lar, das auf der Web­sei­te www.exoplaneten-benennen.de im Abstim­mungs­zeit­raum (10. Okto­ber bis 10. Novem­ber 2019) zu fin­den sein wird.
Nun heißt es war­ten und hof­fen. Hof­fen, dass die gewähl­te Kom­mis­si­on bei der Vor­auswahl den Vor­schlag akzep­tiert, für gut befin­det und anschlie­ßend – mit vier wei­te­ren Vor­schlä­gen – zur öffent­li­chen Abstim­mung frei­gibt.